Mitte Juni ging es endlich dahin, wo ich mich schon so lange
drauf gefreut hatte, an die Kribikküste Kolumbiens.
Nachdem von unserer eigentlichen geplanten Reisegruppe
kurzfristig noch 3 abgesprungen sind, bin ich dann alleine mit Marius, der mit
mir zusammen in Tunja gearbeitet hat, geflogen.
Wir begannen unsere Reise in Cartagena. Cartagena ist das
top Reiseziel vieler Kolumbianer und auch vieler Ausländer. Die Stadt liegt
direkt am Karibischen Meer und hat eine wunderschöne, farbenfrohe Altstadt, wo
wir auch unser Hostel gebucht hatten. Das Hostel wurde uns von vielen Freunden
empfohlen, was uns selber aber nicht so gut gefallen hat. Das Personal war sehr
unorganisiert und jeder hat uns etwas anderes gesagt und direkt vor unserem
10ner Zimmer wurde fast jede Nacht eine große Anlage aufgebaut die uns daran
gehindert hat nach einem langen Tag auf den Beinen uns auszuruhen.

Nachdem wir am Ankunftstag eine kleine Besichtigung des
Altstadtviertels machten, buchten wir für den nächsten Tag gleich eine große
Stadttour. Wir wurden in jede Ecke Cartagenas geführt, besichtigten ein Museum,
eine alte Burg und wurden zum Aussichtspunkt geführt, wo wir einen
wunderschönen Blick auf die ganze Stadt hatten.

Am nächsten Tag ging es ganz früh aus den Betten um auf die
Halbinsel Barú zu fahren. Da es billiger war, nahmen wir ein großes Boot was
uns dahin bringen sollte. Dies war jedoch ein Fehler. Wir brauchten 5 Stunden,
da wir auch
noch an anderen Inseln
langfuhren und außerdem war das Schiff viel zu überfüllt. Aber endlich auf Barú
angekommen genossen wir die Sonne und haben uns für 2,30€ eine Übernachtung in
einer Hängematte organisiert. Zufällig waren die Hängematten neben uns von
anderen deutschen besetzt, die grade in Kolumbien ein Auslandssemester gemacht
hatten, also verbrachten wir den Abend mit ihnen. Nachdem wir am nächsten Tag
noch
etwas Sonne tankten, ging es dann
nachmittags zurück.

Am nächsten und letzten Tag in Cartagena besuchten wir einen
Schlammvulkan. Dies war eine lustige Erfahrung. Man ist in dieses Becken voll
Schlamm gestiegen wo man von Einheimischen massiert wurde und konnte sich im
Schlamm entspannen, da man durch die Dichte eh nicht untergehen konnte. Später
konnte man sich dann im Fluss nebenan abwaschen. Nach typischem Fisch mit
Kokusreis nach der Schlammkur ging es wieder zurück und dann gleich nach Santa
Marta.
Santa Marta ist eine Stadt ca. 4 Stunden östlich von Cartagena. Die Stadt selber hat nicht viel zu bieten,
jedoch sie viel Sehenswertes in der Nähe. Am Tag nach der Ankunft sind wir nach
Minca gefahren, ein kleines Dorf im Landinneren. Dort besuchten wir eine
Kaffeeplantage und wanderten zu einem so genannten Pozo Azul. Ein Flussbecken
mit Wasserfällen.

Am nächsten Tag ging es dann nach Taganga, ein kleiner
Fischerort 30 Minuten nördlich der Küste entlang. Es wirkt gleich alles viel
einheimischer und so blieben wir dann da eine Nacht. Nachdem wir bei der
Ankunft nur zum Strand des Hafens gingen, der sehr überfüllt und nicht so
sauber war, machten wir uns am nächsten Vormittag auf den Weg über einen Berg,
je weiter wir liefen, zu desto mehr Stränden und Buchten kamen wir. Dadurch,
dass nur wenige weit liefen, waren die Buchten umso einsamer und
paradiesischer.


Doch das Beste vom ganzen Urlaub haben wir uns für den
Schluss aufgehoben, Parque de Tayrona. Parque de Tayrona ist ein
naturgeschützter Park Nord-östlich von Santa Marta. Dadurch, dass es dort nur
wenige Läden und Restaurants gibt, und die wenigen die es gibt, überteuert
sind, hatten wir unsere Rucksäcke voll mit Wasser, Obst, Brot und Snacks. Mit
dem ganzen Gepäck mussten wir dann erst mal 2 Stunden wandern bis wir zu den
Unterkünften gelangen, die direkt am Meer waren. Durchgeschwitzt und kaputt von
der Reise gingen wir also gleich schwimmen. Das Wasser war erfrischend und die
Landschaft einfach wunderschön, alles hatte sich gelohnt. Die erste Nacht
verbrachten wir auf einem kleinen Hügel in Hängematten mit einer super Aussicht
auf das Paradies. Leider war es in der Nacht durch den Wind vom Meer so kalt,
das wir uns entschieden die Nacht danach ca. 100m vom Strand entfernt zu
verbringen. 2 Tage lang lagen wir nur am Strand, sind im Meer geschwommen, sind
mal weiter zu anderen Stränden gegangen und haben entspannt. Es war so
wunderschön und entspannend. Das doofe war nur, dass man überall glückliche
Pärchen gesehen hat und mein Freund ja leider 1000 km weit weg war. Aber sollte
ich nochmal nach Kolumbien wiederkommen, werde ich auf jeden Fall wieder in den
Parque de Tayrona gehen, das war das schönste, was ich jemals gesehen hab.
Mit der Rückkehr vom Park war unsere gesamte Reise dann auch
zu Ende. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und es war super schön.
Jetzt geht es am Mittwoch noch für 2 Wochen nach Argentinien
meinen lieben Bruder besuchen und dann bin ich auch schon fast wieder in
Deutschland J
Sehr interessante Webseite. Wir haben eine Informationsseite über Kolumbien und würden uns sehr freuen, wenn wir einen Teil deiner Berichte oder auch Bilder mit verwenden könnten. Schreib uns doch mal was du davon hälst.
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