Weihnachten in Kolumbien war schon anders als in Deutschland. Alleine dadurch, dass ich nicht wie üblich mit meiner Familie gefeiert habe, sondern mit einer, die ich grade mal 2 Wochen kannte. Dennoch habe ich mich sehr wohl gefühlt.
Ein spezielles "Ritual" der Kolumbianer vor Weihnachten sind die so genannten Novenas, die acht Tage vor Weihnachten, sowie an Heiligabend, versammelten sich in unserem Haus jeden Abend Freunde und Familie hauptsächlich aus der Nachbarschaft um mit Gesang und Gebeten die Geburt Jesu zu heiligen.
An Heiligabend dann, traf sich ein Teil meiner großen Familie in unserem Haus und wir aßen ein typisch Kolumbianisches Gericht, übergaben danach Geschenke, wobei es für mich hauptsächlich warme Klamotten gab für Tunja, wo ich ab Februar leben werde, und redeten viel miteinander.
Um 12 Uhr nachts umarmten sich dann alle und wünschten sich frohe Weihnachten. Hier jedoch wird ab Mitternacht gefeiert, mit lauter Musik auf den Straßen, Feuerwerk und Böllern.
Außerdem ist es hier so, das ab 12 die Jugendlichen feiern gehen. Da ich, sowie meine 2 Brüder jedoch zu müde waren, beschlossen wir es sein zu lassen und lieber schlafen zu gehen.
Am 31. lief alles ähnlich ab, die Familie kam zu besuch, wir aßen das gleiche und redeten und tranken ein wenig bis die Uhr 12 Uhr anzeigte. Alle fielen sich um die Arme und feierten das neue Jahr.
Diesmal wollte ich das feiern jedoch nicht verpassen..um halb 2 also holte mich die Familie meines Freundes ab und wir fuhren zunächst zu einer Tante und danach in das Viertel deren Cousins mit denen wir feiern gehen wollten. Da sich 8 Kolumbianer aber nicht einig werden konnten, wo wir letztendlich hingehen wollen brachen wir erst um 4 Uhr morgens auf in eine Disco. Dort war die Musik jedoch weniger gut, müde machten wir uns also um halb 6 schon wieder auf nach Hause, ins Bett.
Nun bleiben mir nur noch 3 Wochen in Cucuta und ich melde mich wieder wenn ich in meiner neuen Heimat bin.
Hier noch ein paar Fotos.
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