Willkommen

Willkommen auf meinem Blog.
Die zukünftigen 11 Monaten werde ich in Cúcuta, Kolumbien verbringen und dort als Freiwilliger in einem Projekt mit behinderten Kindern arbeiten.
Ich werde versuchen möglichst oft alle Erfahrungen, die ich in diesem Zeitraum mache, hier zu hinterlassen.
Viel Spaß beim Lesen.

Inken

02.07.2012

Eine Traumreise ans Meer







Mitte Juni ging es endlich dahin, wo ich mich schon so lange drauf gefreut hatte, an die Kribikküste Kolumbiens.
Nachdem von unserer eigentlichen geplanten Reisegruppe kurzfristig noch 3 abgesprungen sind, bin ich dann alleine mit Marius, der mit mir zusammen in Tunja gearbeitet hat, geflogen.
Wir begannen unsere Reise in Cartagena. Cartagena ist das top Reiseziel vieler Kolumbianer und auch vieler Ausländer. Die Stadt liegt direkt am Karibischen Meer und hat eine wunderschöne, farbenfrohe Altstadt, wo wir auch unser Hostel gebucht hatten. Das Hostel wurde uns von vielen Freunden empfohlen, was uns selber aber nicht so gut gefallen hat. Das Personal war sehr unorganisiert und jeder hat uns etwas anderes gesagt und direkt vor unserem 10ner Zimmer wurde fast jede Nacht eine große Anlage aufgebaut die uns daran gehindert hat nach einem langen Tag auf den Beinen uns auszuruhen.
Nachdem wir am Ankunftstag eine kleine Besichtigung des Altstadtviertels machten, buchten wir für den nächsten Tag gleich eine große Stadttour. Wir wurden in jede Ecke Cartagenas geführt, besichtigten ein Museum, eine alte Burg und wurden zum Aussichtspunkt geführt, wo wir einen wunderschönen Blick auf die ganze Stadt hatten.
Am nächsten Tag ging es ganz früh aus den Betten um auf die Halbinsel Barú zu fahren. Da es billiger war, nahmen wir ein großes Boot was uns dahin bringen sollte. Dies war jedoch ein Fehler. Wir brauchten 5 Stunden, da wir auch  noch an anderen Inseln langfuhren und außerdem war das Schiff viel zu überfüllt. Aber endlich auf Barú angekommen genossen wir die Sonne und haben uns für 2,30€ eine Übernachtung in einer Hängematte organisiert. Zufällig waren die Hängematten neben uns von anderen deutschen besetzt, die grade in Kolumbien ein Auslandssemester gemacht hatten, also verbrachten wir den Abend mit ihnen. Nachdem wir am nächsten Tag noch  etwas Sonne tankten, ging es dann nachmittags zurück.
Am nächsten und letzten Tag in Cartagena besuchten wir einen Schlammvulkan. Dies war eine lustige Erfahrung. Man ist in dieses Becken voll Schlamm gestiegen wo man von Einheimischen massiert wurde und konnte sich im Schlamm entspannen, da man durch die Dichte eh nicht untergehen konnte. Später konnte man sich dann im Fluss nebenan abwaschen. Nach typischem Fisch mit Kokusreis nach der Schlammkur ging es wieder zurück und dann gleich nach Santa Marta.
Santa Marta ist eine Stadt ca.  4 Stunden östlich von Cartagena.  Die Stadt selber hat nicht viel zu bieten, jedoch sie viel Sehenswertes in der Nähe. Am Tag nach der Ankunft sind wir nach Minca gefahren, ein kleines Dorf im Landinneren. Dort besuchten wir eine Kaffeeplantage und wanderten zu einem so genannten Pozo Azul. Ein Flussbecken mit Wasserfällen.
Am nächsten Tag ging es dann nach Taganga, ein kleiner Fischerort 30 Minuten nördlich der Küste entlang. Es wirkt gleich alles viel einheimischer und so blieben wir dann da eine Nacht. Nachdem wir bei der Ankunft nur zum Strand des Hafens gingen, der sehr überfüllt und nicht so sauber war, machten wir uns am nächsten Vormittag auf den Weg über einen Berg, je weiter wir liefen, zu desto mehr Stränden und Buchten kamen wir. Dadurch, dass nur wenige weit liefen, waren die Buchten umso einsamer und paradiesischer.
Doch das Beste vom ganzen Urlaub haben wir uns für den Schluss aufgehoben, Parque de Tayrona. Parque de Tayrona ist ein naturgeschützter Park Nord-östlich von Santa Marta. Dadurch, dass es dort nur wenige Läden und Restaurants gibt, und die wenigen die es gibt, überteuert sind, hatten wir unsere Rucksäcke voll mit Wasser, Obst, Brot und Snacks. Mit dem ganzen Gepäck mussten wir dann erst mal 2 Stunden wandern bis wir zu den Unterkünften gelangen, die direkt am Meer waren. Durchgeschwitzt und kaputt von der Reise gingen wir also gleich schwimmen. Das Wasser war erfrischend und die Landschaft einfach wunderschön, alles hatte sich gelohnt. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem kleinen Hügel in Hängematten mit einer super Aussicht auf das Paradies. Leider war es in der Nacht durch den Wind vom Meer so kalt, das wir uns entschieden die Nacht danach ca. 100m vom Strand entfernt zu verbringen. 2 Tage lang lagen wir nur am Strand, sind im Meer geschwommen, sind mal weiter zu anderen Stränden gegangen und haben entspannt. Es war so wunderschön und entspannend. Das doofe war nur, dass man überall glückliche Pärchen gesehen hat und mein Freund ja leider 1000 km weit weg war. Aber sollte ich nochmal nach Kolumbien wiederkommen, werde ich auf jeden Fall wieder in den Parque de Tayrona gehen, das war das schönste, was ich jemals gesehen hab.
Mit der Rückkehr vom Park war unsere gesamte Reise dann auch zu Ende. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt und es war super schön.
Jetzt geht es am Mittwoch noch für 2 Wochen nach Argentinien meinen lieben Bruder besuchen und dann bin ich auch schon fast wieder in Deutschland J

Englischunterricht mit kleinen Teufeln




Die letzten 6 Monate in Tunja habe ich in einer öffentlichen, etwas außerhalb liegenden Grundschule Englischunterricht gegeben.
Hier war das Motto nicht „Viel lernen, damit man nicht durchfällt“ sondern „wozu lernen, wenn die Lehrer eh Mitleid mit einem haben und einen durch lassen“.
Es war für mich sehr schwer am Anfang mich an die Unterrichtsweise und die „Disziplin“ hier in Kolumbien zu gewöhnen. Ich als Gymnasiastin war es gewöhnt während der Unterrichtsstunde auf meinem Platz zu sitzen, mich zu melden, wenn ich was sagen wollte und immer meine Hausaufgaben zu machen und für Tests zu lernen (jedenfalls meistens).
Hier in Kolumbien ist es so, dass die Schüler ohne Erlaubnis von ihren Plätzen aufstehen, durch den Klassenraum laufen (während des Unterrichts), die Antworten in den Raum schreien, auch wenn man eine andere Person dran genommen hatte, nur selten Hausaufgaben machen und so gut wie nie lernen.
Und daran hat das Englisch natürlich gelitten. Kein Wunder, dass hier in Kolumbien kaum ein Schüler gut Englisch kann. Sowas wie Vokabeln lernen gibt’s es hier einfach nicht. Alle Lehrer versuchen spielend Englisch beizubringen, wo natürlich nichts hängen bleibt. Und als ich meinen Schülern Vokabeln zum Lernen aufgegeben habe und ihnen gesagt habe, dass Vokabeln lernen jeden Tag die Hausaufgabe sei, habe ich gleich beim ersten Vokabeltest gemerkt, dass sie nicht einmal ihr Heft zu Hause aufmachen. Ich habe schnell gelernt, dass wie ich in Deutschland Englisch gelernt habe, sie das nie tun würden. Man muss sogar beim Abschreiben der Vokabeln zu jedem einzelnen gehen und kontrollieren ob sie auch wirklich abschreiben. Dann heißt es nach 20 Minuten Abschreibzeit: Ich hab aber keinen Kugelschreiber- Dann schreib mit dem Bleistift, Ich hab mein Englischheft vergessen- Dann schreib auf ein Blatt Papier, Was sollen wir machen?- Die Vokabeln abschreiben, wie ich es schon 5-mal gesagt hab…
Dadurch, dass die Schüler meistens durch den Raum gelaufen sind und laut waren wurde ich auch sehr kreativ. Ich hab es mit Schreien probiert, mit Drohen, mit Höflich bitten, mit schlechten Noten verteilen, aber nichts hat so wirklich geholfen. Manche waren sogar so dreist und haben nachdem ich sie frontal angeschrien hab, sie sollen sich doch hinsetzten mit  „warten Sie kurz, mach ich gleich“ geantwortet.
Am Ende des Semesters, als die Noten Verteilt werden sollten, wäre die Hälfte der Klasse teilweise durchgefallen, trotz benoten von Zeichnungen und den Heften. Und da kam das, was mich am meisten verblüfft hat. Die Klassenlehrerinnen meinten, ich solle doch nur wenige Schüler durchfallen lassen, am besten ja gar keine, weil wir sonst als Lehrer schlecht dastehen würden.
Also das Fazit des Englischunterrichts in Kolumbien: die Schüler lernen eh nicht also gibt man ihnen gute Noten auf Grund von Basteleien und Malereien und bestehen so den Englischunterricht.
Doch obwohl mir die Kinder manchmal jeden letzten Nerv geraubt haben, vermiss ich sie jetzt schon. Besonders die, die mir immer die Hoffnung gegeben haben, dass sie doch was aus den letzten Monaten in Englisch gelernt haben und meine Vorschulklasse, mit denen ich ja eh nur Malen, Basteln, Singen und Spielen konnte. Die haben sich auch von allen am besten verhalten und waren außerdem noch so süß.

25.04.2012

Puma, Faultier, Mücken und andere Lebewesen

Osterferien waren für mich nichts mit Osterhasen, Eier anmalen oder Nester suchen, ich war eine Woche lang im Amazonas.
Die Abenteuerfahrt fing schon am Flughafen in Bogota an. Wir waren eine lustige Gruppe von 5 deutschen Mädels und einem Jungen, leider war aber der Ticketautomat zwischenzeitig kaputt, sodass 2 Mädels statt ihren Namen irgendwelche durcheinandergewürfelten Buchstaben auf ihrem Ticket stehen hatten, was sie nicht bemerkt hatten bis zur Kontrolle kurz vor Abflug. Sie wurden mit diesen Tickets also nich durchgelassen und haben den Flieger verpasst.
Erst hieß es, sie könnten erst am nächsten Tag weiterfliegen, aber nachdem sie so Stress gemacht haben, dass sdie Angestellte angefangen hat zu heulen, wurden sie dann doch auf eine andere Airline gebucht die noch am Abend abfliegen sollte.
Wir restlichen 4 dann also schon in Leticia angekommen, machten wir erstmal eine Stadtbesichtigung.
auf gehts
Außerdem buchten wir schonmal eine 3 Tagestour durch den Jungle für die nächsten Tage. Als jedoch dann am Abend die beiden endlich ankamen, kam das nächste Problem: das Gepäck der beiden war bei uns im Flieger gewesen und wurde in das Büro eingeschlossen und als die beiden ankamen, war keiner mehr im Büro. Wir hatten nun leider schon die Tour für den nächsten Morgen bestellt und auch schon halb bezahlt und sie konnte nicht mehr abgesagt werden.
Zum Glück konnten die beiden morgens früh zum Flughafen und glücklicherweise war dann genau jemand im Büro anzutreffen. Auf ging es also zur 3-Länder-Tour.
Mit einem kleinen Motorboot ging es in leichtem Regen (wir waren zur Regenzeit dort) los. Nachdem wir kurz an dem Punkt auf dem Wasser war, wo man mit einem Arm in Kolumbien, einem Bein in Brasilien und dem anderen in Peru ist, war unser nächstes Ziel die größten Seerosen der welt, die einen Durchmesser von bis zu 2 metern haben können. Dort haben wir auch unseren ersten "Paradiesvogel" angetroffen.
Kurz darauf ging es in unserem kleinen Boot weiter, wo wir dann auch unser Mittagessen hatten und es doch noch so gemütlich war, dass man ein Stündchen schlafen kann.
Kurz bevor wir an unser Ziel, ein Ureinwohnervolk, kamen, sahen wir noch Delfine im Amazonas schwimmen. Neben den normalen grauen Delfinen gibt es auch rosane, die jedoch nur dort vorkommen.
Wir kamen dann also im Dorf der Yaguas an. Es war einfach beeindruckend, wie diese Menschen wohnen.
Nach kurzer Besichtigung des Dorfes ging es aber gleich schon weiter, in den Jungle hinein.
Die Natur war dort einfach nur beeindruckend und wir haben ganz schnell Freunschaft mit den Mücken gemacht. Nach ca einer Stunde hatten wir dann den perfekten Platz für unser Nachtlager gefunden. Schnell wurden Bäume gefällt, Feuerholz gesammelt, Stämme in den Boden gerammt und Hängematten aufgespannt. Nach Essen am Lagerfeuer und Geschichten des Volkes Yagua ging es dann ins Hängemattenbett wo wir bei den ganzen Junglegeräuschen einschliefen.
Nachdem ich mehrmals in der Nacht von starken regenschauern und am Ohr vorbeirauschenden Mücken aufwachte (trotz Mückennetz), konnten wir alle sehr früh morgens schon nich mehr schlafen. In wenigen Minuten wurde unser mühsam aufgebautes Lager wieder zerstört und eine Einheimische hat uns dann zwei Stunden durch den Jungle geführt. Sie erleuterte uns genau welche Materialien aus dem Jungle sie für was nutzen, sei es gegen Krankheiten, Schmuck oder zum Häuser bauen.  Eine gifitge baby Schlange gab es dann auch schon zu sehen und Affen sind über uns von Baum zu Baum gesprungen.
Danach ging es dann zurück ins Dorf wo wir durchgeschwitzt und dreckig erstmal mit den ganzen kleinen Kindern in dem Fluss baden waren. Es ist ja schon komisch wenn man in der Stadt als Blonde von allen angeschaut wird, aber wenn um einen herum ein duzend Kinder aus einem Indianervolk stehen und einem beim Schwimmen und beim anschließenden Wasser über den Körper gießen genau zugucken, ist das schon was anderes. Aber die Kleinen waren so süß, ich hätte am liebsten alle mitgenommen.
Nach der Erfrischung gab es dann eine Stärkung, Mittagessen mit frisch gefischtem Fisch.
Anschließend wurde uns dann noch selbstgemachter Schmuck angedreht und danach ging es dann weiter. Auf dem Weg nach Peru machten wir halt an einem kleinen schwimmenden Laden. Kaum angekommen legten eine Schar von kleinen Booten an. Sogleich waren wir von Einheimischen und exotischen Tieren umzingelt. Somit haben wir dann Fotos mit Faultieren, Kaimaren, einem Babypuma und weiteren Tieren gemacht.
Auf dem Weg zum Peruanischen Indianerdorf gab es noch eine Menge rosane und graue Delfine zu sehen. Im Dorf angekommen ( es bestand aus einzelnen Stelzenhäusern die durch die starken Regenfälle quasi im Wasser schwammen) schlugen wir gleich unsere Hängematten in einem Haus auf, wo 2 Tage zuvor noch spontan eine Etage mit genagelten Brettern hinzugefügt werden müsste duch das hohe Wasser. Kurz nach der Ankunft wurde gleich erstmal eine giftige Schlange aus der Küche getötet.
Eigentlich wollten wir nach dem Abendessen noch Kaimane fischen, aber der Mond hat so hell gescheint, dass man sie nicht aufspühren konnte, also ging es dann ins Bett.
Am nächsten und letzten Tag unserer Tour ging es dann nach dem Frühstück sofort weiter nach Brasilien wo wir ein Dorf besuchten, was auch überschwemmt war, und wo wir dann auch Mittag aßen.
Erschöpft aber glücklich kamen wir dann spät nachmittags wieder in Leticia an.
Am nächsten Tag wollten wir es dann etwas ruhiger angehen und haben uns Fahrräder geliehen. Wir fuhren also die einzige Straße entlang die aus Leticia rausführt, die aber auch nach 20km aufhört mitten im Nichts. Auf dem Weg hielten wir dann noch bei Läden an, die typischen Schmuck und Souveniers verkauften.
Am Vorletzten Tag hatten wir uns dann für eine 4 Stündige Kanufahrt angemeldet...die fiehl dann nur leider ins Wasser und nach einer Stunde bibbern durch den starken Regen war uns das genug. Nachdem dann in Leticia noch auf der Straße GESCHWOMMEN wurde, haben wir uns dick eingemummelt und uns abends bei Cocktails aufgewärmt.
Den letzten Tag nutzen wir dann noch um gemütlich in der Stadt zu bummeln, die ein oder anderen Geschenke zu kaufen oder Fotos zu machen.
Abends ging es dann von Mücken zerstochen wieder zurück ins kalte Klima.










01.03.2012

Neue Stadt, neues Glück

So nach 3 Wochen Eingewöhnungszeit melde ich mich jetzt mal aus meiner Heimat.
Nachdem ich mich von allen in Cúcuta verabschiedet habe, ging es erstmal 5 Tage lang auf ein AFS Camp wo sich alle deutschen (und auch 4 belgische) Freiwillige aus allen Ecken Kolumbiens wieder getroffen haben.
Alle hatten sich viel zu erzählen, waren es Erlebnisse, Probleme oder Erfahrungen.
Direkt nach dem Camp ging es dann also in meine Heimat Tunja, wo mich schon meine neue Familie sehnsüchtig erwartete. Ich wohne mit meinen immer arbeitenden Gasteltern, einem 14 jährigen Skaterbruder und einem dicken alten Hund in einem etwas größeren Haus. Hier habe ich mein eigenes Zimmer mit Fernsehr, einen immer vollen Kühlschrank und eine Hausangestellte, die mich nicht mal alleine mein Müsli machen lässt.
Obwohl meine Eltern viel unter der Woche arbeiten ist am Wochenende immer Familienzeit angesagt. Wir fahren dann entweder zu deren Finca in Villa de Leyva (ca 2 Stunden von hier), in deren Haus in Bogotá oder wir gehen einfach irgendwo in der Nähe essen. Am Wochenende kommt dann auch immer irgendwer von meinen anderen Geschwistern. 3 davon leben in Bogotá wobei eine im Mai heiratet und ein anderer Bruder wohnt hier um die Ecke mit seiner Frau und seinen 2 kleinen süßen aber verzogenen Kindern.
Ich arbeite jetzt in einer öffentlichen Grundschule  und gebe dort Kindern aus der 3. und 5. Klasse Englischunterricht. Es macht mir sehr viel Spaß und die Kinder sind auch total süß aber auch anstrengend. Da sie aus teilweise schwierigen Familienverhältnissen kommen sind sie nicht oder kaum erzogen und haben keine Disziplin, was meine Stimmbänder oft anstrengt.
Ich arbeite nur vormittags, was mir Freizeit am Nachmittag lässt wo ich dann meistens ins Fitnesstudio gehe oder in die Stadt einen leckeren Saft trinke. Wahrscheinlich geh ich demächst zum Fußballtraining und auch zu einer Uni und lerne dann hoffentlich neue Leute kennen.
Meine Reisen für dieses Jahr sind außerdem schon geplant, nachdem mich Max wahrscheinlich in einer Woche besuchen kommt, gehe ich Anfang April in den Amazonas danach eventuell nochmal nach Cúcuta, im Juni an die Karibikküste und im Juli dann meinen lieben Justo besuchen in Argentinien. Außerdem hat meine Gastfamilie noch vor, mir ein paar schöne Orte zu zeigen.

Aber in knap 5 Monaten bin ich ja dann auch schon wieder in Deutschland.

Liebste Grüße
meine Familie

2 Brüder, 2 Neffen

die Finca in Ville de Leiyva

Familiengrillen

Tunja

Tunja

26.01.2012

El mejor café del mundo

Donnerstag:
Nachdem wir den etwas verspäteten Flug am vorherigen Tag hinter uns gebracht haben und eine Nacht im kalten Bogotá verbrachten geht es morgens früh mit Max, Laura und Anina auf zum Busterminal. Dort angekommen, bekommen wir sofort einen Bus, der uns inerhalb von 10 Stunden nach Pereira bringen soll.
Ausgestattet mit Wlan, vielen Filmen und einer Toilette, in die man bitte nur Urin ablassen darf, und wenn man groß muss oder brechen muss, dies bitte unterdrücken sollte, geht es dann los, jedoch erst nachdem aus Sicherheit ein Video gemacht wurde wo alle in dem Bus einmal in die Kamera gucken sollten.
Aus den 10 Stunden Busfahrt wird dann leider nichts. Dadurch, dass es in letzter Zeit viele Regenfälle gab und durch Erdrutsche die Straßen beschädigt wurden, muss die Straße an einigen Stellen verbessert bzw erneuert werden und das bedeutet Stau. Die Nacht bricht langsam ein und nach 15 langen Stunden sind wir dann endlich da.
Da es aber keinen Transport mehr zum Haus der Tante von Laura gibt, wo wir vorhaben zu bleiben, müssen wir spontan bei ihrer Cousine schlafen, die auf uns nicht vorbereitet war. Egal hauptsache Schlaf.
Auf gehts

Luxusbus


Die Nacht bricht ein










Freitag:
Nachdem wir für unter einen Euro frühstücken, machen wir uns auf mit dem Bus in eine kleinere Stadt. Dort  gehen wir dann auf einen Aussichtspunkt, von dem wir die umliegende Umgebung genaustens beobachten können. Die Zeit überbrückt, fahren wir dann mit einem Jeep, indembis zu 15 Leute passen weiter in ein kleines bekanntes Dorf. Nachdem wir uns erstmal mit Mittagessen gestärkt haben, geht es dann los, auf Pferden durch die Natur. Nach einer Stunde un mit Poschmerzen kehren wir dann zurück und während wir dann auf den nächsten Jeep warten, treffen wir 2 Franzosen, die grade mit dem Rad von Kanada bis nach Argentinien fahren. ) Monate haben sie schon hinter sich, mit 4 rechnen sie noch.
Völlig erschöpft kommen wir dann spät abnds bei der Tante an und können es kaum erwartene endlich zu schlafen.
Aussichtspunkt












Samstag:
Samstag ist der Tag der Fincas, zuerst gehen wir durch den Ort und schauen uns ein Finca eines Freundes an, essen Mittag und dann fahrenn wir mit einem Jeep zu der Finca der Tante. Dort wird eine vielzahl von verschiedenen Früchten angebaut., die wir natürlich alle probieren. Auf dem Rückweg machen wir noch eine Pause an einem Fluss, wo wir uns baden. Kurze Zeit wieder zu Hause geht es dann auch schon auf den Weg zum Termalbad, direkt neben einem Wasserfall, wo wir bis in die Nacht entspannen.

Echter Kakao






















Sonntag:
Sonntag ist der Tag des Kaffees, wir machen uns auf eine weite Fahrt zum sogenannten ReCuCa. Nachdem uns typische Kleidung und Bräuche von damals näher gebracht werden, wird dort wäherend einer Führung genau gezeigt, wie der Kaffee hergestellt wird, man kann selber Bohnen pfücken und mahlen und am Ende wird dann noch Kaffee getrunken. Dies alles wird mit einem typischen Mittagessen abgerundet und somit fahren wir mit vielen neuene Eindrücken und mit vollen Bäuchen wieder zurück. Dort lassen wir den Abend schön gemütlich ausklingen.



Bohnen sammeln

Links:2. qualität Rechts: 1. qualität





Montag:
Am Montag, dem letzten Tag machen wir uns ganz früh auf zu einem kleinen Dorf hoch gelegen in den Bergen, wo eine riesige Jesusfigur steht, die gleichzeitig ein Aussichtspunkt ist. Kurz darauf machen fahren wir wieder nach Pereira, wo unsere Reise begann, essen was und besuchen dann den Zoo, wo vor allem typisch kolumbianische Tiere hausen. Nadem wir danach wieder etwas essen und die Zeit etwas rumschlagen, geht es dann auch wieder in denn Bus, diesmal nur 9 Stunden lang zurück nach Bogotá, wo es von da aus dann mit dem Flieger zurück nach Cúcuta geht.



Nach dem Urlaub doch glücklich wieder nach Hause zu kommen