Willkommen

Willkommen auf meinem Blog.
Die zukünftigen 11 Monaten werde ich in Cúcuta, Kolumbien verbringen und dort als Freiwilliger in einem Projekt mit behinderten Kindern arbeiten.
Ich werde versuchen möglichst oft alle Erfahrungen, die ich in diesem Zeitraum mache, hier zu hinterlassen.
Viel Spaß beim Lesen.

Inken

25.04.2012

Puma, Faultier, Mücken und andere Lebewesen

Osterferien waren für mich nichts mit Osterhasen, Eier anmalen oder Nester suchen, ich war eine Woche lang im Amazonas.
Die Abenteuerfahrt fing schon am Flughafen in Bogota an. Wir waren eine lustige Gruppe von 5 deutschen Mädels und einem Jungen, leider war aber der Ticketautomat zwischenzeitig kaputt, sodass 2 Mädels statt ihren Namen irgendwelche durcheinandergewürfelten Buchstaben auf ihrem Ticket stehen hatten, was sie nicht bemerkt hatten bis zur Kontrolle kurz vor Abflug. Sie wurden mit diesen Tickets also nich durchgelassen und haben den Flieger verpasst.
Erst hieß es, sie könnten erst am nächsten Tag weiterfliegen, aber nachdem sie so Stress gemacht haben, dass sdie Angestellte angefangen hat zu heulen, wurden sie dann doch auf eine andere Airline gebucht die noch am Abend abfliegen sollte.
Wir restlichen 4 dann also schon in Leticia angekommen, machten wir erstmal eine Stadtbesichtigung.
auf gehts
Außerdem buchten wir schonmal eine 3 Tagestour durch den Jungle für die nächsten Tage. Als jedoch dann am Abend die beiden endlich ankamen, kam das nächste Problem: das Gepäck der beiden war bei uns im Flieger gewesen und wurde in das Büro eingeschlossen und als die beiden ankamen, war keiner mehr im Büro. Wir hatten nun leider schon die Tour für den nächsten Morgen bestellt und auch schon halb bezahlt und sie konnte nicht mehr abgesagt werden.
Zum Glück konnten die beiden morgens früh zum Flughafen und glücklicherweise war dann genau jemand im Büro anzutreffen. Auf ging es also zur 3-Länder-Tour.
Mit einem kleinen Motorboot ging es in leichtem Regen (wir waren zur Regenzeit dort) los. Nachdem wir kurz an dem Punkt auf dem Wasser war, wo man mit einem Arm in Kolumbien, einem Bein in Brasilien und dem anderen in Peru ist, war unser nächstes Ziel die größten Seerosen der welt, die einen Durchmesser von bis zu 2 metern haben können. Dort haben wir auch unseren ersten "Paradiesvogel" angetroffen.
Kurz darauf ging es in unserem kleinen Boot weiter, wo wir dann auch unser Mittagessen hatten und es doch noch so gemütlich war, dass man ein Stündchen schlafen kann.
Kurz bevor wir an unser Ziel, ein Ureinwohnervolk, kamen, sahen wir noch Delfine im Amazonas schwimmen. Neben den normalen grauen Delfinen gibt es auch rosane, die jedoch nur dort vorkommen.
Wir kamen dann also im Dorf der Yaguas an. Es war einfach beeindruckend, wie diese Menschen wohnen.
Nach kurzer Besichtigung des Dorfes ging es aber gleich schon weiter, in den Jungle hinein.
Die Natur war dort einfach nur beeindruckend und wir haben ganz schnell Freunschaft mit den Mücken gemacht. Nach ca einer Stunde hatten wir dann den perfekten Platz für unser Nachtlager gefunden. Schnell wurden Bäume gefällt, Feuerholz gesammelt, Stämme in den Boden gerammt und Hängematten aufgespannt. Nach Essen am Lagerfeuer und Geschichten des Volkes Yagua ging es dann ins Hängemattenbett wo wir bei den ganzen Junglegeräuschen einschliefen.
Nachdem ich mehrmals in der Nacht von starken regenschauern und am Ohr vorbeirauschenden Mücken aufwachte (trotz Mückennetz), konnten wir alle sehr früh morgens schon nich mehr schlafen. In wenigen Minuten wurde unser mühsam aufgebautes Lager wieder zerstört und eine Einheimische hat uns dann zwei Stunden durch den Jungle geführt. Sie erleuterte uns genau welche Materialien aus dem Jungle sie für was nutzen, sei es gegen Krankheiten, Schmuck oder zum Häuser bauen.  Eine gifitge baby Schlange gab es dann auch schon zu sehen und Affen sind über uns von Baum zu Baum gesprungen.
Danach ging es dann zurück ins Dorf wo wir durchgeschwitzt und dreckig erstmal mit den ganzen kleinen Kindern in dem Fluss baden waren. Es ist ja schon komisch wenn man in der Stadt als Blonde von allen angeschaut wird, aber wenn um einen herum ein duzend Kinder aus einem Indianervolk stehen und einem beim Schwimmen und beim anschließenden Wasser über den Körper gießen genau zugucken, ist das schon was anderes. Aber die Kleinen waren so süß, ich hätte am liebsten alle mitgenommen.
Nach der Erfrischung gab es dann eine Stärkung, Mittagessen mit frisch gefischtem Fisch.
Anschließend wurde uns dann noch selbstgemachter Schmuck angedreht und danach ging es dann weiter. Auf dem Weg nach Peru machten wir halt an einem kleinen schwimmenden Laden. Kaum angekommen legten eine Schar von kleinen Booten an. Sogleich waren wir von Einheimischen und exotischen Tieren umzingelt. Somit haben wir dann Fotos mit Faultieren, Kaimaren, einem Babypuma und weiteren Tieren gemacht.
Auf dem Weg zum Peruanischen Indianerdorf gab es noch eine Menge rosane und graue Delfine zu sehen. Im Dorf angekommen ( es bestand aus einzelnen Stelzenhäusern die durch die starken Regenfälle quasi im Wasser schwammen) schlugen wir gleich unsere Hängematten in einem Haus auf, wo 2 Tage zuvor noch spontan eine Etage mit genagelten Brettern hinzugefügt werden müsste duch das hohe Wasser. Kurz nach der Ankunft wurde gleich erstmal eine giftige Schlange aus der Küche getötet.
Eigentlich wollten wir nach dem Abendessen noch Kaimane fischen, aber der Mond hat so hell gescheint, dass man sie nicht aufspühren konnte, also ging es dann ins Bett.
Am nächsten und letzten Tag unserer Tour ging es dann nach dem Frühstück sofort weiter nach Brasilien wo wir ein Dorf besuchten, was auch überschwemmt war, und wo wir dann auch Mittag aßen.
Erschöpft aber glücklich kamen wir dann spät nachmittags wieder in Leticia an.
Am nächsten Tag wollten wir es dann etwas ruhiger angehen und haben uns Fahrräder geliehen. Wir fuhren also die einzige Straße entlang die aus Leticia rausführt, die aber auch nach 20km aufhört mitten im Nichts. Auf dem Weg hielten wir dann noch bei Läden an, die typischen Schmuck und Souveniers verkauften.
Am Vorletzten Tag hatten wir uns dann für eine 4 Stündige Kanufahrt angemeldet...die fiehl dann nur leider ins Wasser und nach einer Stunde bibbern durch den starken Regen war uns das genug. Nachdem dann in Leticia noch auf der Straße GESCHWOMMEN wurde, haben wir uns dick eingemummelt und uns abends bei Cocktails aufgewärmt.
Den letzten Tag nutzen wir dann noch um gemütlich in der Stadt zu bummeln, die ein oder anderen Geschenke zu kaufen oder Fotos zu machen.
Abends ging es dann von Mücken zerstochen wieder zurück ins kalte Klima.